die eine Bank anbietet; und die Zinsen sind in der Regel deutlich höher als bei einem Ratenkredit. Noch höher sind die Zinsen, wenn die sogenannte geduldete Überziehung genutzt wird. Dann überzieht der Kunde seinen eingeräumten Disporahmen (der meist bei dem zwei- bis dreifachen des regelmäßigen Einkommens liegt). Der Überziehungszinssatz ist nicht selten doppelt so hoch wie der normale Dispozins!
Angesichts der hohen Zinsen, die für einen Dispokredit fällig werden, ist eine Umschuldung in einen Ratenkredit meist die bessere und kostengünstigere Alternative. Grundsätzlich sollte der Dispokredit nur für kurzfristige finanzielle Engpässe genutzt werden, betonen die Experten. Ein typisches Beispiel hierfür sind unvorhergesehene größere Ausgaben wie eine teure Autoreparatur. Verbraucher, die längerfristig mehr Geld benötigen und dauerhaft den Dispo in Anspruch nehmen müssen, sollten dem Ratenkredit den Vorzug geben.
Eine weitere Alternative zum Dispokredit stellt der sogenannte Abruf- oder Rahmenkredit dar, den allerdings nicht alle Banken anbieten. Hierbei erhält der Kunde – ähnlich wie beim Dispokredit – einen festgelegten Kreditrahmen, den er bis zum Anschlag ausreizen darf. Zinsen müssen aber nur für die tatsächlich in Anspruch genommene Summe gezahlt werden. Zudem sind sie deutlich niedriger als die Dispozinsen, allerdings oftmals höher, als die Zinsen für einen Ratenkredit.
Wer also dauerhaft sein Konto überzieht und seinen Dispokredit in Anspruch nimmt, sollte sich den Experten zufolge lieber nach zinsgünstigeren Alternativen umsehen. Schuldnerberater empfehlen betroffenen Verbrauchern, ihre finanzielle Situation dauerhaft in den Griff zu bekommen und sich notfalls bei ihren Ausgaben einzuschränken (wo es möglich ist).