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Fremdwährungskredite
Fremdwährungskredite sind Darlehen, die nicht in Euro abgeschlossen werden. Dementsprechend sind keine deutschen Banken oder Kreditinstitute die Kreditgeber, sondern Finanzunternehmen außerhalb der Euro-Zone. Um ein oder mehrere Fremdwährungskredite zu erhalten, muss nicht zwingend der Kontakt mit ausländischen Banken gesucht werden, einzelne deutsche Banken und Finanzdienstleister helfen bei der Vermittlung dieser speziellen Kredite.
Ein Abschluss der Kredite ist grundsätzlich in jeder Fremdwährung denkbar, über die Jahrzehnte haben sich bestimmte Darlehen in einzelnen Währungen jedoch als Standard des europäischen Kreditwesens etabliert. Einen guten Ruf besitzt der Schweizer Kredit in Franken, andere Varianten sind Fremdwährungskredite im japanischen Yen, der tschechischen Krone oder in US-Dollar. Ähnlich wie bei einheimischen Krediten lohnt der Vergleich unterschiedlicher Kreditangebote, wobei ein Vermittler der Branche gerne die Vorzüge unterschiedlicher Fremdwährungskredite aufzeigt.
Bei einer hohen Stabilität der Fremdwährung ergeben sich Vorteile beim Tilgungszins, die Schuldenlast bei der Rückzahlung fällt hierdurch geringer als bei einem deutschen Kredit in Euro aus. Umgekehrt besteht während der Tilgungsphase das Risiko von Währungsschwankungen, d. h. die Tilgungslast kann abhängig vom Kurswert steigen. Bei Kreditabschluss zu Zeiten eines schwachen Euros ist dieses Risiko geringer, dafür muss jedoch gleich eine höhere Kreditsumme in der Fremdwährung abgeschlossen und getilgt werden.